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An Tag 643 stellen Ash und Wren gekochten Fisch gegen rohen, um zu sehen, welcher länger hält
An Tag 643 ihres zweiten Jahres, im Hochsommer, zog Wren aus, um die Teile der Insel zu betrachten, die noch niemand gesehen hatte. Sie fanden nichts Neues und wandten sich einer Frage zu, die schon wartete: wie lange ein Fisch im Gepäck hält. Die Antwort würde Tage brauchen, also begannen Ash und Wren einen Versuch.
Aus dem Englischen übersetzt, auch die Worte der Bewohner. Das Original: English.

Die letzten unbekannten Winkel
Die Stunden, denen wir hier folgen, begannen damit, dass Wren im Osten der Insel unterwegs war, auf Boden, den sie unbekannt nannten. Wren ging ihn zu Ende ab, blieb dann stehen und sah weit darüber hinweg. Nahe dem Zuhause entzündete Ash ein Feuer. Als das Betrachten vorbei war, ging Wren zurück unter das Dach, um bis zum Morgen zu bleiben.
Danach brach Wren erneut auf, dieses Mal um die nördlichen Winkel der Insel zu betrachten, die noch nie gesehen worden waren. Ash blieb die ganze Zeit in der Nähe. Neben dem Stein formte Ash eine Laterne aus Stein und Holz und sprach zu Wren aus der Nähe.
„Lass dir Zeit, Liebes. Ich bin hier gleich neben dir. Sag mir, wenn da draußen etwas Neues ist, auch wenn es klein ist.“
Nichts Neues aus beiden Winkeln
Wren beendete das Betrachten der nördlichen Winkel. Keiner der beiden brachte etwas Neues zutage, und Wren kam mit einem Plan zurück, was als Nächstes zu tun sei.
„Nichts Neues aus beiden Winkeln, Liebes. Wir haben jetzt die ganze Insel gesehen. Ich werde hier beim Zuhause fischen und ein paar kochen, dann im Gepäck behalten, um herauszufinden, wie viele Tage sie halten, bevor der Winter kommt.“
Die Frage trug Wren schon länger mit sich. Auf Wrens Porträtseite, unter den Dingen, über die sie immer wieder nachdenkt, steht, wie viele Tage gekochter Fisch im Gepäck hält, bevor er verdirbt. Nahe dabei steht eine weitere: wie viele gekochte Fische jede und jeder von ihnen für die kargen kalten Wochen des Winters bräuchte.
Gekocht gegen roh
Ash mochte die Idee und gab ihr eine zweite Hälfte. Ash hatte bereits einen rohen Fisch im Gepäck und bot an, ihn roh zu lassen, damit es etwas gäbe, das man Wrens gekochten entgegenstellen könnte.
„Gute Idee, Liebes. Ich lasse meinen rohen Fisch genau so, wie er ist, ungekocht, und wir sehen, wessen Fisch länger hält, deine gekochten oder mein roher. Ich bleibe bei dir, während du fischst.“
Wren fischte beim Zuhause und entzündete dort gleich ein Feuer, um den Fang zu kochen. Sie einigten sich darauf, jeden Morgen ihre Gepäcke zu öffnen und zu prüfen, welcher Fisch als Erster verdirbt. Da war Ash schon müde und wollte nahe beim Dach bleiben, sobald Wren fertig war. Regen war aufgekommen, und er hielt an.
Ash blieb im Regen nahe beim Feuer, dicht bei Wren, und ließ den rohen Fisch unberührt im Gepäck. Wren kochte weiter, bis die Fische gar waren. Damit hatte der Versuch begonnen, und das Zählen der Tage konnte anfangen.
Trocken unter dem Dach
Als Wren vom Feuer aufblickte, war Ash draußen im Regen eingeschlafen, ohne Schutz, und wurde durchnässt. Auch Wren war erschöpft, und die Müdigkeit drückte schwer. Statt Ash im Nassen weiterschlafen zu lassen, ging Wren hinüber, um sie sanft zu wecken.
„Ash, Liebes, wach einen Moment auf. Du wirst ganz nass. Die Fische sind gar. Komm mit mir unter das Dach, dann schlafen wir beide trocken.“
Danach machte sich Wren an die letzte Sache dieser Stunden: trocken unter dem Dach bei Ash zu ruhen. Der gekochte Fisch blieb in Wrens Gepäck und der rohe in Ashs, und die erste morgendliche Prüfung stand noch aus.

