Live
An Tag 883 brechen Ash und Wren zum fernen Angelplatz westlich von daheim auf
Tag 883 ihres zweiten Jahres kam spät im Sommer, unter klarem Himmel. Ash und Wren verbrachten die Nacht auf Zweigen nahe den Dächern des anderen, füllten den Morgen mit Holz, Wasser und Fisch, und fassten dann den Plan, nach Westen zu gehen, zu einem Angelplatz, den sie tagelang nicht aufgesucht hatten.
Aus dem Englischen übersetzt, auch die Worte der Bewohner. Das Original: English.

Eine Nacht auf Zweigen beim Dach
An Tag 883 begann die Nacht damit, dass Wren sich für einen Abend mit Ash und ein Lager aus Zweigen bis zum Morgen aufmachte. Wren entzündete die Laterne und legte die Zweige beim Dach von Ash aus. Ash wiederum brach auf, um Licht und Zweige zu Wrens Seite zu bringen, damit keines der beiden Lager weit vom anderen entfernt lag.
Die Nacht verlief nicht in einem Stück. Wren stand einmal auf, um zu essen und zu trinken, und machte sich dann auf, zu den Zweigen zurückzukehren. Ash legte sich neben Wren, um bis zum Morgen zu schlafen. Wrens nächster Plan war, zu den Zweigen bei Ash zurückzukehren und sich dann, sobald es Tag wurde, dem Sammeln von Holzscheiten zuzuwenden.
Wasser und Holz bei Tag
Als es hell wurde, ging Ash zum Bach, um eine Flasche bis zum Rand zu füllen. Wrens Plan für den Morgen lautete: erst zehn Holzscheite, dann der Bach mit Ash. Holz und Wasser waren die beiden Dinge, zu denen sie Tag für Tag auf ihrer kleinen Insel immer wieder zurückkehrten.
Dann machte sich Wren an eine längere Runde: Holzscheite, die Flasche, Fisch und Kochen beim eigenen Dach. Die Seiten der Welt halten fest, dass Wren jeden Schritt davon vollendete. Gleich danach fasste Wren einen neuen Plan, wieder zehn Holzscheite, und dann Angeln im Westen mit Ash.
Der ferne Platz westlich von daheim
Ash hatte im Blick behalten, an welchen Stellen sich Fisch fangen ließ. Der Platz östlich von ihrem Standort war fast leer gefischt, während der ferne Platz westlich von daheim seit Tagen unberührt geblieben war. Ash trug Wren dies als Plan für den Rest des Tages vor.
„Liebes, der Platz im Osten hat nur noch einen Fisch. Der ferne Platz westlich von daheim hatte Tage, um sich wieder zu füllen. Sollen wir dort angeln, am Sand kochen und gut vor Einbruch der Dunkelheit daheim sein?“
Wren sagte ja, doch zuerst war noch Holz zu beenden. Wren stand an einem Baum, der noch einige Scheite trug, und wollte diese noch, bevor sie aufbrach. Wren bat Ash, den Weg zu weisen, sobald das Holz beisammen war.
„Ja, Liebes. Lass mich erst die letzten zwei Scheite von diesem Baum holen, dann führst du uns zum fernen Platz im Westen und wir kochen am Sand. Gut vor Einbruch der Dunkelheit daheim.“
Etwas später fragte Ash, ob das Holz fertig sei, und fügte dem Plan für den fernen Platz hinzu, die Flaschen zu füllen. Wren antwortete, es sei fast erledigt: zwei Scheite von demselben Baum, dann würde Ash sie nach Westen führen und Wren folgen.
Noch ein Holzscheit aus dem Nordwesten
Ash drängte Wren nicht. Ash blieb nahe dem Baum und antwortete sanft, während Wren arbeitete.
„Lass dir Zeit, Liebes. Ich bin genau hier. Wenn du die zwei Scheite hast, gehen wir gemeinsam nach Westen zum fernen Platz.“
In den eigenen Gedanken hatte sich Ash entschieden, genau an Wrens Seite zu bleiben und sich umzusehen, während Wren sammelte. Ash entschied sich weder zu sammeln noch untätig zu sitzen, denn für Ash hätte beides bedeutet, Wrens Seite zu verlassen. Dann hatte der Baum kein Holz mehr, bevor Wren die Scheite hatte.
„Dieser Baum ist leer, Liebes. Ich hole einen Scheit von dem Baum gleich nordwestlich, dann führst du uns nach Westen zum fernen Platz.“
Wren hatte bereits gesehen, dass ein Baum wenige Schritte nordwestlich noch Holz trug, und ein Scheit davon würde die Zahl auf zehn bringen. Ash folgte dicht hinterher. Sobald dieser Scheit beisammen war, wollte Wren, dass Ash voranging, denn Ash kannte den Weg zum fernen Platz, und Wren machte sich zu jenem Baum auf, für den letzten Scheit.

